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Wettbewerb 2019

Historischer Gastbetrieb des Jahres 2019: Hotel Gasthof Zum Hirschen, Unsere lb. Frau im Walde

Hotel Gasthof Zum Hirschen
39010 Unsere lb. Frau im Walde
www.zumhirschen.com

Der historische Gastbetrieb des Jahres 2019 ist das Hotel und Gasthof Zum Hirschen in Unsere liebe Frau im Walde, in der Malgasottstraße 2, nur wenige Schritte von der Wallfahrtskirche entfernt. Die urkundlich belegten Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als auch das Kloster gegründet wurde. Die Herberge wurde von der Kirche verpachtet. Damit waren Rechte und Pflichten verbunden. 1534 bestand etwa eine Verpflichtung darin, dass der Wirtshauspächter immer vier Pferde halten musste. Unsere liebe Frau im Walde (Senale) blieb über die Jahrhunderte hinweg ein beliebter, aber doch sehr abgelegener Pilgerort, bis 1939 mit der Straße über den Gampenpass eine neue, dynamischere Zeit anbrach. Das Haus wurde um ein Stockwerk erhöht, und erhielt an der Südseite eine verglaste Veranda. Anfang der 1970er-Jahre kaufte der Pächter Alois Kofler das Gasthaus von der Kirche. In den 1980er-Jahren wurde im Norden ein zeittypischer Anbau errichtet. Seit einigen Jahren führen die Enkel Ingrid Kofler und Mirko Mocatti den Betrieb. Sie haben ein "Bergrefugium" geschaffen, das Grundideen des historischen Hospizes aufgreift und zugleich neue Weichen stellt. Mocatti hatte sich schon in seiner Diplomarbeit mit "Spiritualität im Tourismus" befasst. Viele Gäste aus Nah und Fern haben inzwischen das Konzept begeistert angenommen. Die Auszeichnung Historischer Gastbetrieb des Jahres 2019 ist eine weitere wichtige Bestätigung.

 
Besondere Anerkennung 2019: Gasthof Zum Riesen, Tarsch

Gasthof Zum Riesen
39021 Tarsch
www.zumriesen.it

Das historische Gebäude mit dem eindrucksvollen Fresko eines Riesen unter dem mächtigen Erker geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Damals wurde es zu einem stattlichen Hof ausgebaut. Dabei blieb aber der weitaus ältere Kernbau mit seinen tragenden Mauern erhalten. Im 18. Jahrhundert wurde das Haus barockisiert, erhielt im zweiten Obergeschoss einen Saal mit einem gerahmten Deckenfresko und dem genannten Erker. Im 19. Jahrhundert folgten mehreren Umbauten. Auch in den 1960er-Jahren wurde nach einem Brand umgebaut, ebenso 1978. Der entscheidende Umbau erfolgte aber ab 2014 durch die Eigentümerin Alexandra Dell'Agnolo. Er wurde von der Schwester der Preisträgerin, Architektin Silvia dell‘Agnolo vom Architekturbüro Kelderer-Dell'Agnolo, konzipiert und betreut. Ziele der Renovierung waren unter anderem, das Erscheinungsbild auf das schlichte ’Steinhaus’ zurückzuführen, die Baugeschichte lesbar zu machen und zugleich den Bau modernen Erfordernissen anzupassen.