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Wettbewerb 2012

Historischer Gastbetrieb des Jahres 2012: Pension Briol


39040 Barbian – Dreikirchen
www.briol.it

Die Pension Briol, hoch über Dreikirchen im Eisacktal gelegen, ist ein herausragendes Gesamtkunstwerk der Neuen Sachlichkeit. Als Gestalter und Architekt verwirklichte sich an Bau und Ausstattung der Maler Hubert Lanzinger, Ehemann der Tochter des früheren Erbauers, Pia Settari. Die Proportionen des Baues an sich respektieren die ihn umgebende Natur. Im Innern zeigt die Anlage quasi museal den Zustand der spätern 20er Jahre. Hier lässt sich leben, zumal analog zur strengen Form von Bau und Ausstattung alles Überflüssige wegfällt. Die historische Dimension ist auf eine Art erlebbar, wie kaum irgendwo. Der Reiz liegt in der authentischen Art der Gestaltung, im Selbstverständnis von Natur und Kunst, in den wohlüberlegten Proportionen, die nichts erdrücken, sondern den Ruhe suchenden Menschen in seinem So-Sein zur Geltung kommen lassen. Hier wird „gemeinsam" geurlaubt, die engeren Grenzen des individuellen Seins verschmelzen zum dialogischen Erleben.

 
Besondere Anerkennung 2012: Wirtshaus Vögele


Goethestrasse, 3
39100 – Bozen
www.voegele.it

Das ehemalige Gasthof „Roter Adler" in der Goethestraße, von den Boznern liebevoll „s´Vögele" bezeichnet, erlebte 1988 eine fruchtbare Revitalisierung: Er avancierte zum beliebten Bozner Treff am sozialen Parkett der Stadt. Aus der früheren Erfolgsphase des Lokals, die unter der Familie Kamaun noch vor dem Ersten Weltkrieg zu verzeichnen war, bewahrte das Gasthaus vor allem seine altdeutsche Stube, die Kunsttischler Josef Lobis in Sarnthein hergestellt hatte. Für den Raum schuf Rudolf Stolz drei Lünettenbilder mit Szenen aus dem Volksleben. Diese bekunden die gesellschaftliche Verankerung des Wirtshauses. Geschickt wurden die früheren Beherbergungs- und Wohnräume für Gastzwecke adaptiert. Man hat zweifelsohne den Eindruck, in gediegener Bozner Gastlichkeit zu weilen. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Ins Gasthaus zu treten, heißt hier, einzutauchen in eine anspruchsvolle Kulturwelt, in der die Lust am Speisen gleichwie die bewusste Wahrnehmung der historischen Dimension gleicherweise dazugehört.

 
Gastbetriebe in der Endauswahl 2012:
 
Villa Waldkönigin – Hotel Residence
Waldweg 17
I - 39027 St. Valentin auf der Haide
www.waldkoenigin.com

Die „Villa Waldkönigin" in St. Valentin auf der Haide hat einen spannenden Widerspruch auszuhalten: einmal besteht sie aus einem zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichteten historistischen Gebäude in der Typologie eines Ansitzes, das gewiss zur romantischen Namensgebung beigetragen hat, zum anderen ergänzt ein moderner Funktionsbau die gastliche Anlage. Der denkmalgeschützte Altbau wurde dergestalt saniert, dass nach Möglichkeiten die Bodenbeläge im schönen Treppenhaus und die Türen beibehalten wurden. Das Innere der Zimmer ist funktional auf Neu gesetzt. In dem von Geom. Horst F. Thöni realisierten Neubau - er besteht aus zwei Blöcken: Dependance und Wohnungen - tut das Innenleben seine Wirkung: allein schon das Material Holz verströmt die einzigartige Aura des Luftkurortes auf 1470 m Meereshöhe. Die Geschichte des Altbaus gründet im Unternehmen der Meraner Kaufmannsfamilie Jörger 1906. 1907 stand die Ville bezugsfertig da. In der Zwischenkriegszeit wurde der Bau als Pension geführt, als Besitzer scheint nun die Familie Honeck auf. 1938 gelangte die Villa in bäuerliche Hand. Mit der jüngsten Besitzübernahme durch die Fam. Punt-Licata und dem Abschluss der Bauarbeiten 2010 kehrte die gastgewerbliche Nutzung wieder zurück.

 
Saxifraga Cafe – Restaurant - Stub’n
Zenobergstr. 33
39012 Meran
www.saxifraga.it

Saxifraga heißt letztlich „Steinbrecher". Der Bau schiebt sich hart am weltberühmten Tappeinerweg förmlich in den Stein, er thront auf dem Felsen. Grundmuster bleibt der Schweizer Stil im Rahmen der architektonischen Heimatstilbewegung. Der Plan stammt vom lokalen Architekten Anton Pardatscher, 1909 war es vollendet. Seitdem diente es mit Unterbrechungen zunächst als Feriensitz, dann als Pension Mimosa, nun als Cafè und Restaurant. So bäuerlich die Fassaden auch wirken mögen, sie verströmen emotional den Charakter des idealisierten alpinen Baues. Das Erdgeschoß ist gemauert, die oberen Geschoße in Holzbauweise errichtet. Im Innern laden Holzstuben zum Verweilen ein, von den Balkonen aus hat man einen herrlichen Blick auf Meran und ins Etschtal.